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Haarausfall

Informationen zum Haarausfall

Dem Menschen fallen durchschnittlich zwischen 20-100 Haare pro Tag aus, was den Begriff Haarausfall etwas irreführend macht. Die Grenzen vom nicht-haarvermindernden Ausfall bis zum stark haarvermindernden Ausfall sind nicht starr gesetzt. Es hängt hier davon ab, wie leicht, in welchen Bereichen, wieviele Haare ausfallen. So wird häufig gesagt, dass bis zu 100 Haare pro Tag normal seien. Das mag richtig sein, gilt wohl aber nur, wenn der Haarausfall sich gleichmäßig über den ganzen Kopf verteilt. Haarausfall ist keine Krankheit bzw. keine Minderung der Gesundheit,
dennoch sind die psychologischen Auswirken nicht zu unterschätzen.

 

  • Es betrifft fast jeden Zweiten
    40% aller Frauen und 44% aller Männer verlieren täglich mehr
    als 100 Haare. Der Zustand der Haarlosigkeit ist die Alopezie, dieser ist bei Verlust
    von etwa 60 % der Haare erreicht.
     

Bei Haarausfall unterscheidet man grundsätzlich zwischen:

1. Effluvium (aus dem lat. Ausfall): Dies bezeichnet den Vorgang des über die Norm gesteigerten Haarausfalls. Gesteigerter Haarausfall führt nicht notwendigerweise zu einer Alopezie.
2. Alopezie / Alopecia : Dies bezeichnet ganz allgemein eine sichtbare Lichtung des Kopfhaars, d.h. ein Zustand mit abnorm "schütterem" Haupthaar oder mit haarlosen Hautbezirken im Sinne einer Glatze. Alopezie ist damit die Folge eines Haarausfalls.

 

Arten des Haarausfalls und deren Ursachen
 

Androgenetischer (erblich bedingter) Haarausfall

Ursache für erblich bedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie) ist das Hormon DHT (Dihydrotestosteron). Hierdurch hervorgerufener Haarausfall ist genetisch bedingt. Wenn in der Kopfhaut zuviel DHT vorhanden ist, wird die Wachstumsphase (Anagenphase) des Haares verkürzt. Ein glatzköpfiger Mann hat dementsprechend nicht weniger Haarfollikel als ein Mann mit vollem Haarwuchs, lediglich die Wachstumsphase des Haares ist derart verkürzt, dass es kaum noch sichtbar hervortritt. Die Haarfollikel degenerieren nach und nach. DHT entsteht aus der Umwandlung von Testosteron. [Testosteron >(zwei Arten des Enzyms 5-Alpha-Reduktase) > Dihydrotestosteron] DHT ist sehr wichtig für die Entwicklung des männlichen Embryos/Fötus und später in der Pubertät für die Umwandlung vom Jungen zum Mann, verliert danach aber vermutlich weitgehend seine Funktion. DHT hat aber leider die negative Eigenschaft, die Haarfollikel auf dem Oberkopf anzugreifen. Man spricht im Zusammenhang damit bei männlichen Jugendlichen, bei denen dies familiär gehäuft auftritt und meist am Vorderkopf und an den Schläfen beginnt ("Geheimratsecken", "Stirnglatze"), auch von Alopecia praematura oder simplex. Daher setzen viele Medikamente darauf, das DHT zu unterdrücken oder dessen Entstehung aus Testosteron zu hemmen.

Chemotherapien

Durch die Gabe eines Chemotherapeutikums wird die Produktion eines Haares in der Haarwurzel kurzfristig gestört. Im Anschluss wächst das Haar normal weiter aus der Haarwurzel heraus. Kommt nun aber die fehlerhafte Stelle an die Hautoberfläche, was je nach Wachstumsgeschwindigkeit etwa 2-3 Wochen dauert, bricht es ab. Es "fallen" büschelweise die Haare aus, wobei es eigentlich nur zu einem massiven Abbrechen kommt. Die Haare wachsen fast immer nach, da es eigentlich nie zu einer massiven Schädigung aller Haarwurzeln kommt.
Durch lokale gezielte Kälteeinwirkung (Hypothermie) wird die Durchblutung im Haarwurzelbereich nahezu unterbunden. Das Chemotherapeutikum kann dann seine schädigende Wirkung an den Haarwurzeln nicht entfalten. Dem Verlust der Haare wird so entgegengewirkt. Keywords: Hypothermie-Kappe, Hypothermia Cap, Frozen Cap, Elasto-Gel Cap.
 

Feststellung der Ursachen des Haarausfalls

Um die mögliche Ursache des Haarausfalls zu eruieren, wird die Durchführung folgender Bluttests empfohlen: Blutbild, Blutsenkung, Schilddrüsen- und Nierenfunktionsparameter, Eisen im Serum, Eisenbindungskapazität, Zink und Selen aus dem Vollblut, Calcium aus dem Serum und dem Vollblut,Transaminasen und Immunglobulin E (IgE)-Spiegel. Wichtig sind auch die Hormone Testosteron, Östrogen und Gestagen sowie die Antinukleären und Schilddrüsen-Antikörper.

 

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